Granate tötet 13 Menschen in der Ukraine
Tod an der Haltestelle

Bewaffnete Separatisten stehen an einer Bushaltestelle in Donezk. Dort waren 13 Menschen gestorben. Die Konfliktparteien gaben sich gegenseitig die Schuld für den Beschuss der Haltestelle. Bild: dpa
Der Einschlag einer Granate an einer Bushaltestelle in Donezk mit 13 Toten hat den Friedensbemühungen für die Krisenregion einen neuen Dämpfer verpasst. Ukrainische Regierungstruppen und prorussische Separatisten gaben sich am Donnerstag gegenseitig die Schuld am Tod der Zivilisten. Nur Stunden zuvor hatten die Außenminister der Ukraine und Russlands unter Vermittlung Deutschlands und Frankreichs in Berlin den Abzug schwerer Waffen aus einer Pufferzone vereinbart. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sprach von "wahrnehmbaren Fortschritten". Es komme aber darauf an, wie die Vereinbarung umgesetzt werde. "Es liegt jetzt an den Konfliktparteien, das Vereinbarte Realität werden zu lassen", sagte er am Donnerstag bei einem Besuch in Marokko. Nach dem Beschuss führten Separatisten etwa 20 gefangene Regierungssoldaten an der zerstörten Haltestelle vorbei. Anwohner hätten die in Zivil gekleideten und erschöpft wirkenden Männer wüst beschimpft und teils geschlagen, berichteten Medien. Ein ähnliches Zurschaustellen in Donezk war vor einigen Wochen international als Verletzung der Menschenwürde kritisiert worden.
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