Grenze zu Syrien
Türkei will Selbstschussanlagen bauen

Kairo. Die Türkei installiert an der Grenze zu Syrien einem Medienbericht zufolge Selbstschussanlagen zum Schutz vor illegalen Grenzübertritten. Dabei handele es sich um "intelligente Wachtürme", die mit Wärmebildkameras und Maschinengewehren ausgerüstet seien, berichtete die regierungsnahe Zeitung "Yeni Safak" am Montag unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. Sollte sich jemand auf 300 Meter nähern, werde zunächst ein Warnruf in mehreren Sprachen ausgelöst. Werde der Warnung nicht Folge geleistet, werde das Feuer eröffnet. Eine Anfrage an das Verteidigungsministerium zur Bestätigung blieb unbeantwortet.

Aus Protest gegen die Erfolglosigkeit der Syrien-Friedensgespräche ist unterdessen ein ranghoher Unterhändler der Regimegegner zurückgetreten. Mohammed Allusch von der Rebellengruppe Dschaisch al-Islam, begründete seinen Schritt mit den Angriffen auf Zivilisten. Zugleich kritisierte er die internationale Gemeinschaft, die ihre Entscheidungen nicht umsetze. Syrien-Experte Charles Lister schrieb auf Twitter, der Rücktritt von Allusch sei eine "letzte Warnung": Der Genfer Friedensprozess liege in seinen letzten Zügen.
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