Griechische Regierung entscheidet über Rentenkürzungen und Steuererhöhungen
Proteste gegen neues Sparpaket

Athen. Aus Protest gegen neue Rentenkürzungen und eine Erhöhung der Einkommenssteuer haben in Athen rund 20 000 Menschen vor dem Parlament demonstriert. "Nieder mit den Sparmaßnahmen-Fallbeil für unsere Renten", hieß es auf Transparenten, die das griechische Fernsehen zeigte. Die Sparmaßnahmen sind Voraussetzung für weitere Hilfen seitens der Gläubiger für das von der Pleite bedrohte Land. Die Finanzminister der Euro-Gruppe wollen heute in Brüssel darüber beraten. Im Parlament sollte am späten Sonntagabend nach einer zum Teil stürmisch verlaufenen Debatte ein neues hartes Sparprogramm mit Rentenkürzungen und Erhöhungen der Einkommenssteuer gebilligt werden. Das Paket hat ein Volumen von insgesamt 5,4 Milliarden Euro.

Das Parlament sollte im einzelnen über Rentenkürzungen entscheiden, mit denen 1,8 Milliarden Euro gespart werden sollen. Zudem sollen weitere 1,8 Milliarden Euro durch Steuererhöhungen in die Staatskassen fließen. In den kommenden Wochen soll das Parlament auch über Erhöhungen der indirekten Steuern in Höhe von 1,8 Milliarden Euro entscheiden. Regierungsvertreter zeigten sich zuversichtlich: "Das Parlament wird das Gesetz billigen. Es wird keine Abweichler geben", sagte ein Regierungssprechern.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sieht das Krisenland auf einem guten Weg. "Wir sind gerade bei der ersten Überprüfung des Programmes, und die Ziele sind so gut wie erreicht", sagte er.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.