Griechischem Ex-Finanzminister drohen Ermittlungen
Varoufakis ein Verräter?

Ein angeblicher Geheimplan des ehemaligen griechischen Finanzministers Gianis Varoufakis über einen Grexit - den Austritt Griechenlands aus dem Euro - könnte ein gerichtliches Nachspiel mit einer Anklage wegen Hochverrats haben. Die griechische Justiz habe das gesamte Material zu dem Fall dem Parlament überwiesen, berichteten die griechischen Medien. Die Anklage könnte neben Hochverrat auch auf Bildung einer kriminellen Vereinigung lauten, spekulierten die Medien. Varoufakis soll nach Angaben der Zeitung "Kathimerini" den Ausbau eines parallelen Zahlungssystems für Griechenland geplant haben. Dieses hätte beim Austritt aus der Euro-Zone (Grexit) in Kraft treten und die Grundlage für die Wiedereinführung der Drachme werden sollen. Der Richtungsstreit innerhalb der griechischen Regierungspartei Syriza über die neuen Sparprogramme droht unterdessen zu einer Kraftprobe für Regierungschef Alexis Tsipras zu werden. In einer Rede vor dem Zentralkomitee der Syriza verteidigte Tsipras am Donnerstag seine Kehrtwendung hin zu neuen Kreditverhandlungen und einem von den internationalen Gläubigern eingeforderten Sparprogramm. Er habe "keine andere Wahl" gehabt, als den neuen Verhandlungen zuzustimmen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Politik (7296)Athen (476)Juli 2015 (8669)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.