Große Übung für Unterstützungsgruppe und Kommunikation Führungsgruppe in Neustadt
So gut wie keine Funklöcher

Im Lagezentrum fand die Manöverkritik mit Klaus Lotter (links), Kreisbrandmeister Alfons Huber, Kreisbrandrat Richard Meier und Kreisbrandinspektor Josef Kres (stehend, von rechts) statt. Bild: arw

"Schwerer Verkehrsunfall im Mühlbergtunnel", so lautete die erste Notrufmeldung, die um 13.02 Uhr über die 112 bei der Integrierten Leitstelle Nordoberpfalz einging. Die folgenden Notrufe auch bei der Polizei deuteten auf ein größeres Unglück hin. So wurde für die "Planübung" Großalarm ausgelöst.

Neustadt/WN. (arw) Dieses Szenario wurde zum Abschluss einer dreitägigen Ausbildung für die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung" (UG-ÖEL) und der Kommunikation Führungsgruppe (KomFü) des Landratsamtes am Samstag eingespielt. In mehreren Tagen davor hatten die Teilnehmer Theorie gebüffelt. Die Unterrichtsthemen befassten sich mit Rechtsgrundlage, Aufgaben der beiden Gruppen von UK-ÖEL und KomFü. Wann erfolgt die Alarmierung? Es ging auch um die Führungsebenen im Landratsamt und um die Kartenkunde.

Neuer Digitalfunk

Natürlich durfte die Ausbildung im praktischen Teil nicht fehlen: Aufbau einer Einsatzleitung, Meldewege, Lage und Dokumentation. Wie führe ich das Einsatztagebuch, erstelle ich Einsatzunterlagen und Fernmeldeskizzen? Zum Einsatz kamen auch die neuen Digitalfunkgeräte.

Nach der theoretischen Ausbildung ging es ans Eingemachte. Die Meldungen überschlugen sich. Es wurde deutlich, dass man bei den neuen Funkgeräten erst die Sprechtaste drücken und kurz warten muss und dann erst reden darf. Wird verfahren wie beim Analog-Gerät gehen wichtige Worte verloren. Ansonsten waren die Teilnehmer von der neuen Technik begeistert, es gab so gut wie keine Funklöcher.

Die Ausbilder Marco Saller, Manuel Bock, Stefan Bauer, Gregor Neumeier und UG-Öel-Leiter Kreisbrandmeister Alfons Huber wachten mit Argusaugen über die Auszubildenden. Von der KomFü waren Sachgebietsleiter Klaus Lotter und Jörg Gleißner dabei.

Bei der Planübung stellte sich heraus, dass im Tunnel ein vollbesetzter Kleinbus umgestürzt war und am Ostportal von einem Gefahrgutstransporter Flüssigkeit auslief. Als örtlicher Einsatzleiter fungierte Kreisbrandinspektor Josef Kres. Für die A 93 gab es eine Vollsperrung, damit Hubschrauber landen konnten und die Rettungskräfte einen Stauraum hatten. Durch die Rundfunkmeldungen kamen immer mehr Schaulustige zur "Unfallstelle". Sie wollten alles mit ihren Handys festhalten. Zudem blockierten sie die Zufahrtsstraßen für die Rettungskräfte.

Natürlich waren auch verschiedene Medien auf das Großereignis aufmerksam geworden. Es war nicht einfach, deren Neugierde zu stillen. In der Abschlussbesprechung betonte Kreisbrandinspektor Kres, dass alles wie gewohnt abgelaufen sei. Da mehrmals gewechselt wurde, seien Probleme nicht zu verhindern gewesen. "Die Mädchen versteht man besser am Funk", stellte Klaus Lotter vom Landratsamt fest.

Urkunden zum Lohn

"Alles hat hervorragend geklappt", lobte Kreisbrandrat Meier. Gemeinsam mit Kreisbrandmeister Huber übergab er Urkunden an Jörg Gleißner, Andreas Krapf, Florian Witzl, Melanie Jany, Bernhard Kneidl, Andreas Kreuzer, Marco Dümmelbeck, Christian Gruber, Felix Weigend, Tobias Schimetschek und Patrik Müller.
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