Grün-Schwarz besiegelt Vertrag in Baden-Württemberg
„Kiwi-Koalition“ steht

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links, Bündnis 90/Die Grünen) und sein künftiger "Vize" Thomas Strobl (rechts, CDU) feiern den ersten grün-schwarzen Koalitionsvertrag. Am Mittwoch soll der neue Baden-Württemberger Landtag erstmals zusammentreten. Bild: dpa

Stuttgart. Der Koalitionsvertrag für die bundesweit erste grün-schwarze Regierung in Baden-Württemberg ist besiegelt. Der grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann und CDU-Landeschef Thomas Strobl unterzeichneten die Vereinbarung am Montag in Stuttgart.

Kretschmann sagte, der Vertrag sei eine gute Grundlage für eine verlässliche Landesregierung in den kommenden fünf Jahren. Strobl ergänzte, Grün-Schwarz wolle erreichen, dass es den Menschen in Baden-Württemberg noch besser gehe als heute.

Am 13. März waren die Grünen erstmals bei einer Landtagswahl in Deutschland stärkste Kraft geworden. Seit 2011 regierte Kretschmann mit der SPD, die in der Wählergunst abgestürzt war. Deshalb war die Fortsetzung von Grün-Rot nicht möglich. Die CDU ist das erste Mal Juniorpartner unter den Grünen. Am Wochenende hatten beide Parteien dem Bündnis nach kontroversen Debatten ihren Segen gegeben.

Am Dienstag soll die Ministerliste vorgestellt werden, am Mittwoch der neue Landtag das erste Mal zusammenkommen. Am Donnerstag soll Kretschmann zum Ministerpräsidenten wiedergewählt werden. "Die schwierigsten Geburten bringen häufig die schönsten Kinder", sagte der künftige Vize-Regierungschef Strobl mit Blick auf die Verhandlungen. Beide Parteien sollten in ihrer Eigenständigkeit sichtbar bleiben. In der CDU gibt es Befürchtungen, dass sie unter dem beliebten Kretschmann marginalisiert werden könnte.
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