Grüne, CSU und CDU stimmen sich ab
Gemeinsam gegen Populisten

Berlin. Nach dem US-Wahlsieg von Donald Trump haben Union und Grüne über den Umgang mit Populisten vor der Bundestagswahl 2017 beraten. Selbstverständlich seien populistische Äußerungen mit oft falschen Inhalten ein Problem, sagte der Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour am Donnerstag in Berlin. Bei ihrem Routine-Treffen mit je 15 Politikern von Grünen und CDU und CSU am Mittwochabend sei darüber gesprochen worden, wie die Parteien ihre Kommunikation überprüfen müssten. Die Grünen seien für einen "Kampfmodus" gegenüber Populisten, um sich deren Behauptungen klar und deutlich entgegenzustellen, sagte Nouripour. Die Haltung der Union, die Sorgen und Ängste ernstzunehmen, sei richtig. Es stelle sich aber die Frage, inwieweit Populisten dann nach dem Mund geredet werde. Altersarmut in einen Zusammenhang mit Islamisierung zu bringen, sei falsch, sagte Nouripour. Aber es müssten Lösungen aufgezeigt werden, wie Altersarmut bekämpft werde. Es sei beim Treffen nicht um die Suche nach einem Bundespräsidenten gegangen, sondern um Europa, Cyberattacken, Klima, Integration und Sicherheit. Am Donnerstag trafen sich erstmals die Fraktionsvorsitzenden der Linke und Grüne zum gemeinsamen Essen.

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