Grüne: Wirtschaft in der Pflicht - Jugendherbergen offen
Für Flüchtlings-Fonds

Nach Plänen der Grünen soll sich die deutsche Wirtschaft mit dreistelligen Millionenbeträgen an der Finanzierung von Integrationsprogrammen für Flüchtlinge beteiligen. Nach der Einigung von Bund und Ländern auf einen Asylkompromiss sprach sich Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt für weitergehende Schritte bei der Eingliederung von Flüchtlingen aus.

Unter anderem schlägt sie einen von Unternehmen und dem Staat getragenen Deutschlandfonds vor, um Sprachförderung sowie Aus- und Weiterbildung zu finanzieren. "In diesen Deutschlandfonds für Integration sollte die Wirtschaft 500 Millionen Euro und der Bund 300 Millionen Euro einzahlen", schreibt die Co-Fraktionschefin. Göring-Eckardt fordert auch "eine große Bildungsoffensive mit einem 10-Milliarden-Euro-Programm über zehn Jahre".

Unterdessen kündigten die Jugendherbergen an, in der kalten Jahreszeit Tausenden Flüchtlingen eine Unterkunft bieten zu wollen. Ab 1. Oktober könnten in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Bremen insgesamt 3800 Flüchtlinge vorübergehend in Jugendherbergen wohnen, erklärte Bernd Dohn, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH).

Eine Beschlagnahmung von Wohnraum ist in den Ländern bislang überwiegend kein Thema. Ausnahme ist der rot-grüne Senat in Hamburg, der Gewerbeimmobilien beschlagnahmen will, um eine Unterbringung von Flüchtlingen in Zelten zu vermeiden.
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