Guardian
Pressestimmen

Der britische Zeitung kommentiert die Gefahren eines Kampfeinsatzes des Westens gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien:

Ohne Plan, werden Kritiker sagen, ist militärisches Handeln alleine wenig sinnvoll, und kann die Dinge schlimmer machen. Im Irak und in Afghanistan gab es entweder keinen Plan oder einen schlechten Plan, und beide leiden noch unter den Folgen, von denen eine die Entstehung des IS ist. Syrien ist anders als diese beiden Länder. Es ist viel schlimmer. Im Irak und in Afghanistan wussten manche früh, was zu tun gewesen wäre, aber wurden von ignoranten Politikern und engstirnigen Soldaten nicht gehört. ... Wenn es heute Hellseher gibt, die wissen, was in Syrien zu tun ist, dann sind sie nicht besonders gut sichtbar.

Cellesche Zeitung

Zum Bundeswehr-Einsatz in Syrien merkt die Zeitung an:

Jetzt also macht Deutschland doch mit im "Krieg gegen den Terror". Doch eine überzeugende Strategie fehlt dem Westen weiter in diesem mörderischen Machtpoker, in dem der türkische Bündnispartner ebenso eigene Interessen verfolgt wie unsere bei Menschenrechts-Themen ausgesprochen nachsichtig behandelten Öllieferanten vom Golf. So stehen die deutschen Tornados vor allem für eines - für Symbolpolitik.

Berliner Morgenpost

Die Zeitung aus Berlin schreibt zum Bundeswehreinsatz in Syrien:

Militärische Mittel werden nur zusammen mit einem politischen Konzept helfen können. Doch bislang haben die Gegner des IS keine gemeinsame Strategie; die Bemühungen um eine Lösung für Syrien haben gerade erst begonnen. Das sind keine günstigen Ausgangsbedingungen: Wenn die Bundesregierung nicht aufpasst, schlittert Deutschland militärisch und politisch in ein großes Abenteuer.
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