Gullydeckel fällt vor eine 33-jährige Autofahrerin auf A 93 - Verkehrspolizei Weiden nimmt Tatverdächtigen fest
Gullydeckel auf A 93: 21-Jähriger in Haft

Dieser Gullydeckel landete im August auf der A 93. (Bild: Polizei)

Weiden. (ca) Das ungewöhnliche Wurfgeschoss hatte für Schlagzeilen gesorgt: Am Montag, 17. August, war vor einer 33-jährigen Autofahrerin aus Weiden ein Gullydeckel auf die A 93 gekracht. Abgeworfen von der Autobahnbrücke kurz vor der Anschlussstelle Weiden-Süd. Jetzt meldet die Polizei eine Verhaftung.

Am Freitagabend sei ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Es handelt sich um einen 21-Jährigen, derzeit ohne Arbeit, der in der Nähe des Tatorts wohnt, informierte am Sonntag Werner Ochantel, Leiter der Verkehrspolizei Weiden.

Festnahme des Tatverdächtigen

Der Fahndungserfolg beruhe auf Hinweisen aus der Bevölkerung, denen nachgegangen worden sei. So habe sich die Spur abgezeichnet. Den letzten Ausschlag gaben Zeugen, die den Tatverdächtigen konkret der Tat bezichtigten. Die Festnahme erfolgte am Freitag in den Abendstunden in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Weiden. Der 21-Jährige zeigte sich in der ersten polizeilichen Vernehmung nach anfänglichem Leugnen "umfassend geständig". Er habe den Gullydeckel in stark alkoholisiertem Zustand spontan auf die Autobahn geworfen, ohne sich über die Folgen weitere Gedanken gemacht zu haben.

Öffentlichkeitsfahndung mit Handzettel

Mit den Ermittlungen war die Verkehrspolizeiinspektion Weiden betraut, die von der Spurensicherung der Kripo unterstützt wurde. Im Zuge einer groß angelegten Öffentlichkeitsfahndung waren in Ullersricht und Neubau Handzettel verteilt worden. Außerdem lobte die Polizei für Hinweise eine Belohnung von 1000 Euro aus. Der Gullydeckel wog über 40 Kilo. Nicht nur die 33-Jährige hatte ein Riesenglück. In der Folge fuhren drei weitere Autofahrer über das gusseiserne Gitter. Der Schaden betrug insgesamt 7500 Euro. Der Beschuldigte wurde am Samstag dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Weiden vorgeführt, der umgehend Haftbefehl erließ. "Die Tat ist als Verbrechenstatbestand mit einer mehrjährigen Freiheitsstrafe bedroht", so Erster Polizeihauptkommissar Ochantel.
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