Hamburger Abendblatt
Pressestimmen

Die Zeitung schreibt zum Zustand der Großen Koalition:

Der Großen Koalition, die das Land außenpolitisch souverän durch Eurokrise und Nahostkrieg steuert, gelingt innenpolitisch wenig. Den Partnern fehlt nicht nur jede gemeinsame Idee, wie man dieses Land zukunftsfähig machen kann, sondern auch das nötige Problembewusstsein. Verwöhnt von einem kleinen Wirtschaftswunder leugnet sie jeden Reformbedarf und beschränkt sich auf teure Klientelpolitik.

Ludwigsburger Zeitung

Das Blatt meint zur Sitzung des Koalitionsausschusses:

Wer unsicher ist, traut sich nichts zu. Am schlimmsten ist es bei der CSU. Horst Seehofer ist so etwas wie die lose Kanone an Bord des Koalitionsdampfers. Wer, wie er es am Sonntag tat, ein Gipfeltreffen mit einem Interview voller Angriffe gegen den Koalitionspartner SPD begleitet, der will keine Ergebnisse. Von der CDU gibt es derzeit ebenfalls keine inhaltlichen Impulse, nur Nachhutgefechte, etwa gegen den Mindestlohn. Sie setzt weiter ganz auf die Kanzlerin. Die aber nimmt sich innenpolitisch immer weiter zurück und lebt - Helmut Kohl lässt grüßen - fast nur noch von ihrem außenpolitischen Ruf. Die SPD wiederum versteht nicht, warum sie in der Zustimmung der Bevölkerung nicht vorankommt, obwohl sie alles richtig macht, und weiß demzufolge nicht, was sie anders machen könnte - und mit wem.
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