Handelsblatt
Pressestimme

Zur Regierungserklärung der Kanzlerin merkt die in Düsseldorf erscheinende Zeitung an:

Die Kanzlerin verteidigt die Muslime und die deutsche Gesellschaftsordnung. Jede Ausgrenzung von Muslimen in Deutschland, und jeder Generalverdacht verbiete sich. "Auch wir in Deutschland wollen uns nicht spalten lassen", beteuert sie. Sie richtet sich dabei auch an jene, die mit ihrer eigenen Angst vor dem Islam kämpfen. Diese Menschen sollen sich klar darüber werden, dass Fremdbilder nicht zu Feindbildern werden dürfen. Es ist dieser ihrer Haltung zu verdanken, dass die Bundesbürger trotz des Terrors mehrheitlich nach wie vor der Überzeugung anhängen, dass der Islam zu Deutschland gehöre.

Frankfurter Rundschau

Zum selben Thema schreibt die Zeitung:

Schön, dass die Kanzlerin Dinge ausspricht, die eigentlich zu selbstverständlich sein sollten, um gesagt werden zu müssen. Bevor wir aber in grenzenlose Begeisterung verfallen, sollten wir genauer hinhören. Die Bemerkung, der Islam gehöre zu Deutschland, relativierte die Kanzlerin ... indem sie einen Islam aufscheinen ließ, der wohl doch nicht dazugehört: "Die Menschen fragen mich, welcher Islam gemeint ist." Als einzig konkrete Idee hatte sie die untaugliche Vorratsdatenspeicherung zur Hand.

Jyllands-Posten

Zum Antisemitismus in Europa schreibt die Tageszeitung aus Aarhus (Dänemark):

Es wird immer deutlicher, wie schockierend antisemitisch die Welle islamistischer Gewalt, die über Europa schwappt, im Grunde ist ... Europa muss seine Juden beschützen. Es kann gelingen, den Antisemitismus zurückzudrängen und wieder neues jüdisches Leben zu schaffen. In Deutschland ist das Judentum nach der Wiedervereinigung neu aufgeblüht, wofür dem politischen Deutschland als Ganzem große Ehre gebührt. Es ist höchste Zeit, dass der Rest Europas die antisemitische Bedrohung einsieht. Ein Anfang wäre es, einzusehen, welchen erschreckenden Kräften wir gegenüberstehen.
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