Handelsblatt
Pressestimmen

Die Wirtschaftszeitung aus Düsseldorf meint zum Krach in der Union:

Die Lage ist ernst für Merkel. Je mehr die Flüchtlingszahlen steigen, desto mehr sinkt das Ansehen der Kanzlerin in der Bevölkerung. Aus ihrer Sicht hat sich viel getan, um eine Lösung zur Eindämmung der Flüchtlingsströme an den Außengrenzen Europas zu finden. Doch Merkel überzeugte bisher in erster Linie nur ihre treuen Mitstreiter. Ob sie ihre Partei auf ihrem Weg mitnehmen kann, ist so unsicher wie nie. Die nächste Belastungsprobe Merkels wartet Anfang Dezember auf dem CDU-Parteitag in Karlsruhe. Der Widerstand in den eigenen Reihen gegen ihre Weigerung, Obergrenzen zu nennen, wächst. Aus der Partei ertönt immer lauter die Forderung, dass nicht mehr der Wunsch, sondern die Wirklichkeit wieder Grundlage des politischen Handelns wird.

Märkische Allgemeine

Zur Terrorwarnung in Brüssel merkt die Zeitung aus Potsdam an:

Brüssel zeigt wie im Brennglas, was dabei herauskommt, wenn man Kräfte nicht bündelt, sondern zersplittert. Das ist eine Lehrstunde auch für Europa, wo die Geheimdienste und Sicherheitsbehörden ebenfalls so tun, als würden deren Feinde Grenzen beachten.

Frankfurter Rundschau

Die Blatt schreibt zur Forderung nach Obergrenzen für Flüchtlinge:

Wenn Josef Schuster eine Obergrenze fordert und sagt, dass Deutschland viele Flüchtlinge aufnehme, die Kulturen entstammen, in denen der Hass auf Juden ein fester Bestandteil sei, dann kann man letzteres nicht einfach leugnen. ... Die Antwort ist aber nicht Abschottung. Vielmehr lautet sie: Antisemiten haben in diesem Land keinen Platz. Egal, ob sie aus Syrien, aus dem Libanon, aus Dresden oder Heidenau kommen.
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