Handelsblatt
Pressestimmen

Die Wirtschaftszeitung aus Düsseldorf merkt zur Bundestagsdebatte über den Bundeswehr-Einsatz an:

Trotz aller berechtigten Einwände: Die Alternative der Opposition, beiseite zu stehen, ist nicht besser. Wenn Luftschläge allein den IS nicht besiegen, so können sie ihn doch schwächen. Auch wenn der deutsche Beitrag zur Aufklärung der Frontverläufe durchaus auch von den USA geleistet werden könnte, so ist eine Entlastung westlicher Verbündeter mehr als ein rein symbolischer Akt. Bei allen Schwächen der Bundeswehr: Das, was Deutschland dem französischen Freund und der US-geführten Allianz anbietet, kann sie leisten, vermutlich sogar gut.

Rheinpfalz

Zum Bundeswehr-Einsatz meint die Zeitung aus Ludwigshafen:

Dass Deutschland angesichts der Barbarei in Paris Hilfe anbietet, ist zwingend... So weit, so klar. Nebulös ist allerdings, welche Ziele die Luftoffensive mit deutscher Beteiligung verfolgt. In der Begründung der Bundesregierung heißt es, sie diene dem Kampf gegen den Terror und der Unterstützung Frankreichs. Das klingt klar, ist es aber nicht. Denn Militärs - ob aus den USA oder aus der Bundeswehr - sagen: Mit Luftschlägen ist der "Islamische Staat" nicht zu besiegen. Ob eine noch größere Bombenluftfracht an dem Befund etwas ändert? Erklärungen der Bundesregierung dazu fehlen.

Libération

Die französische Tageszeitung kommentiert die Perspektiven des Kampfes gegen die Terrormiliz IS:

Der Westen und die anderen Mitglieder der Koalition gegen den Islamischen Staat (IS) müssen die Lehren aus den fehlgeschlagenen Interventionen im Irak und in Libyen ziehen. Gewiss sind Luftschläge erforderlich, um den IS zu schwächen, doch dadurch wird er nicht vernichtet werden, zumal kein Land bereit ist, Bodentruppen einzusetzen.
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