Handelspakt der EU mit Kanada in letzter Minute gerettet
Durchbruch in Belgien

Brüssel. Nach heftigen Kontroversen kann der europäisch-kanadische Handelspakt Ceta wohl doch in Kürze unterzeichnet werden. Vertreter von Föderalregierung und Regionen in Belgien fanden am Donnerstag nach tagelangen Krisenverhandlungen eine Einigung zu umstrittenen Punkten, wie Belgiens Premier Charles Michel mitteilte.

Vor allem die belgische Region Wallonie hatte sich bis zuletzt gegen Ceta gesperrt. "Das, was wir erreichen konnten, (ist) wichtig für die Wallonen und für die Gesamtheit der Europäer", sagte der wallonische Regierungschef Paul Magnette.

Er habe Gehör gefunden. Die ursprünglich für Donnerstagnachmittag geplante feierliche Unterzeichnung durch die EU und Kanada wurde auf unbestimmte Zeit vertagt. Kanadas Premier Justin Trudeau hatte seine Anreise bereits abgesagt. "Kanada bleibt bereit, diese wichtige Vereinbarung zu unterschreiben, wenn Europa bereit ist", sagte ein Sprecher der kanadischen Handelsministerin Chrystia Freeland. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) begrüßte den "Durchbruch" in Belgien. Die Bedenken der Bürger zu respektieren, Kompromissbereitschaft und etwas Geduld seien entscheidend gewesen, sagte er.
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