Handwerk möchte viele junge Flüchtlinge ausbilden
Neue Aufbauhelfer

Viele Handwerksbetriebe in Deutschland würden junge Flüchtlinge als Lehrlinge einstellen - doch es fehlt an Planungssicherheit für die Firmen. Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer fordert ein begrenztes Bleiberecht für ausbildungswillige Flüchtlinge sowie andere Erleichterungen.

"Unter den Flüchtlingen sind sehr viele mit guter Schulbildung, zum Beispiel aus dem Irak und Syrien, und viele, die großes praktisches Geschick haben", sagte er der "Rheinischen Post". Zum gesetzlichen Stichtag (30. September) waren noch 37 100 Lehrstellen unbesetzt, 3400 mehr als im Vorjahr. "Wenn wir einen jungen Flüchtling ausbilden, muss aber auch klar sein, dass er über die gesamte Lehrzeit in Deutschland bleiben darf", sagte Wollseifer. Es gibt allerdings auch viele ohne Ausbildungsplatz: 81 200 junge Menschen gelten als unversorgt.

"So wie uns nach dem Zweiten Weltkrieg Millionen Flüchtlinge und Vertriebene beim Aufbau unseres Landes genützt haben und später die Gastarbeiter, so brauchen wir auch heute Zuwanderung", so Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble.
Weitere Beiträge zu den Themen: Politik (7296)Berlin (7520)12-2014 (6638)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.