Harper soll sich bei Attentat im Schrank versteckt haben
Schutz für Premier

Nach dem Attentat in der kanadischen Hauptstadt Ottawa mit zwei Toten erhöht die Polizei den Schutz von Premierminister Stephen Harper. Der 55-Jährige werde nun rund um die Uhr überwacht, teilte die Polizei mit. Harper traf sich zur Zeit des Angriffs gerade mit Abgeordneten im Parlamentsgebäude. Als die Schüsse fielen, versteckte er sich nach kanadischen Medienberichten vom Freitag in einem Schrank.

Der 32 Jahre alte Angreifer hatte am Mittwoch zuerst im Regierungsviertel einen Soldaten erschossen. Anschließend wurde er beim Sturm auf das Parlamentsgebäude getötet. Vor seiner Bluttat versuchte der Attentäter Polizeiangaben zufolge, ins Bürgerkriegsland Syrien zu gelangen. Der Mann habe mit den Behörden seit drei Wochen über seinen Reisepass verhandelt, teilte die kanadische Polizei mit. "Der Pass ist wohl ... unter seinen Motiven zu finden", sagte Polizei-Sprecher Bob Paulson. Der Attentäter suchte Medienberichten zufolge vor dem Anschlag auch Kontakt zu Islamisten. Die Ermittler gehen inzwischen davon aus, dass er alleine handelte. Dennoch wird weiter untersucht, ob er Unterstützer hatte. Der Mann stand nicht - wie zuvor von Medien berichtet - auf einer Liste von 90 Terrorverdächtigen, die nicht ausreisen durften, wie die Polizei weiter mitteilte.
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