Haseloff braucht mit „Kenia“-Koalition zwei Wahlgänge
Stolper-Start

Magdeburg. Holpriger Start für Schwarz-Rot-Grün in Sachsen-Anhalt: Erst im zweiten Wahlgang ist Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Montag im Magdeburger Landtag im Amt bestätigt worden. Sechs Wochen nach der Landtagswahl steht der 62-Jährige nun der bundesweit ersten Regierungskoalition aus CDU, SPD und Grünen vor. Im ersten Anlauf hatten ihm mehrere Abgeordnete der Koalitionsfraktionen ihre Stimme verweigert.

Haseloff äußerte sich trotzdem zuversichtlich: "Diese Koalition wird ein Erfolg werden." Im ersten Wahlgang hatte Haseloff nur 41 Stimmen erhalten, obwohl die drei Partner über 46 Mandate verfügen. Demnach verweigerten mindestens fünf Abgeordnete aus den eigenen Reihen die Gefolgschaft. Im zweiten Wahlgang erhielt Haseloff dann 47 "Ja"-Stimmen - drei mehr als benötigt. Damit stimmte mindestens auch ein Abgeordneter aus dem Oppositionslager aus AfD und Linkspartei für ihn.

Bei der Landtagswahl war die CDU als stärkste Partei bestätigt worden. Für eine Fortsetzung der Koalition ausschließlich mit der SPD reichte es aber nicht. Deshalb wurde das Bündnis um die Grünen zur "Kenia"-Koalition erweitert. Haseloff sagte zu dem Scheitern im ersten Anlauf, die Koalition müsse sich erst zusammenraufen. Es sei eine bisher nie da gewesene Konstellation.
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