Hebammen fürchten Mangel an Kreißsälen

Berlin. (epd) Der Deutsche Hebammenverband warnt vor der Schließung weiterer Kreißsäle. Im Jahr 2014 habe es nur noch 725 Krankenhäuser mit Geburtshilfe gegeben, erklärte der Verband am Mittwoch in Berlin. Seitdem seien 44 weitere Kreißsäle geschlossen worden oder stünden vor der Schließung. 1991 habe es noch 1186 Krankenhäuser mit Geburtshilfe gegeben.

Jede Frau und Familie müsse an ihrem Wohnort oder in der Nähe Hebammenhilfe bekommen können, forderte Präsidentin Martina Klenk auf der Bundesdelegiertenversammlung des Hebammenverbandes, die noch bis zum Freitag dauert. Gründe für die Schließung von Kreißsälen seien Finanzierungsprobleme durch die geringe Geburtenzahl auf dem Land und fehlende Hebammen. Hinzu komme die Arbeitsverdichtung und -belastung in den verbliebenen Kreißsälen.
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