Hendricks will Umweltschutz in Deutschland stärken
Öko-Preisschild

Berlin. Umweltministerin Barbara Hendricks will die Deutschen mit einem Öko-Preisschild dazu bringen, umweltfreundlicher einzukaufen. Für Elektrogeräte sollten die neuen Hinweise als erstes eingeführt werden, sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag in Berlin. Es gehe dabei um zertifizierte Informationen zum Beispiel zu Inhaltsstoffen, Lebensdauer und Reparaturfähigkeit. "Wir müssen es Verbrauchern erleichtern, nachhaltige Kaufentscheidungen zu treffen", sagte Hendricks. Für Lebensmittel sei so ein Öko-Siegel zwar denkbar, aber "nicht vordringlich".

Der Vorschlag ist Teil des "Integrierten Umweltprogramms 2030", das Hendricks am Donnerstag präsentierte. Sie fordert darin mehr Rechte für ihr Ressort ein: Künftig sollen Umweltminister auch Themen ins Kabinett einbringen können, für die sie eigentlich nicht zuständig sind, wenn es um "Angelegenheiten von umweltpolitischer Bedeutung" geht. Als Beispiele nannte sie Landwirtschaft und Verkehr.

In ihrem Programm fordert sie unter anderem den Abbau umweltschädlicher Subventionen in Deutschland. Tierhaltung müsse "umweltverträglich und tiergerecht" gestaltet werden. Das Ministerium werde sich für eine Abgabe auf Pflanzenschutzmittel einsetzen. Im Straßenverkehr will Hendricks die CO2-Grenzwerte verschärfen
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