Hilfe für Wiederaufbau nur mit Gegenleistung
Gabriel fordert Reformen vom Irak

Bagdad. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat zusätzliche Militärhilfe für den Irak im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) abgelehnt. Die Reduzierung des Sicherheitsgedankens auf das Militärische sei "genau falsch", sagte er am Mittwoch bei einem Besuch in der irakischen Hauptstadt Bagdad. "Die Menschen hier wissen ganz genau, dass der eigentlich Kampf gegen den IS darin besteht, das Land wieder aufzubauen." Gabriel drängte die irakische Regierung zu Wirtschaftsreformen, um Investoren ins Land zu locken. Das Land müsse sicherstellen, dass es seine Potenziale ausschöpfe.

Zusätzliche finanzielle Wiederaufbauhilfe stellte der Minister nicht in Aussicht. Er verwies darauf, dass von einem Kredit in Höhe von einer halben Milliarde Euro für Aufbauprojekte in zwei Jahren noch kein einziger Euro abgerufen worden sei. Deutschland ist im Irak der zweitgrößte internationale Geber nach den USA. Die Bundeswehr unterstützt den Kampf gegen IS im Irak mit der Ausbildung der kurdischen Peschmerga.
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