Hilfen sollen Jugendliche in Europa rascher erreichen
Schnelles Geld

Frankreich und Deutschland sind im Kampf gegen die Job-Misere in den EU-Krisenstaaten auf Konfrontationskurs. Präsident François Hollande forderte beim EU-Beschäftigungsgipfel am Mittwoch in Mailand eine Ausweitung der Mittel für mehr Jugendbeschäftigung auf 20 Milliarden Euro. Kanzlerin Angela Merkel lehnte neues Geld zum jetzigen Zeitpunkt ab. Der Franzose pochte auf die neuen Mittel noch vor dem vom neuen EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker angekündigten 300-Milliarden-Euro-Investitionsprogramm.

Einigkeit herrschte nach den Beratungen der Staats- und Regierungschefs darüber, dass die bisher vorhandenen Mittel die Betroffenen schneller erreichen müssten. Die EU-Spitzen waren nach Mailand gekommen, weil die hohe Arbeitslosigkeit in vielen Ländern Europas trotz zweier früherer Beschäftigungsgipfel ein riesiges Problem bleibt. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz nannte die Jugendarbeitslosigkeit eines "der dramatischsten und bedrückendsten Phänomene unserer Zeit".

Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) sagte : "Wir haben genügend Geld, was aber noch nicht bei den jungen Leuten angekommen ist." Es sei nicht sinnvoll, zum jetzigen Zeitpunkt einfach "mehr Geld" zu schreien. Die Kommission müsse jetzt schnell die Mittel bewilligen.
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