Hilfsorganisationen warnen vor Tragödie
Flucht aus Falludscha

Bagdad. Nach dem Vormarsch von Regierungskräften ins Zentrum der westirakischen IS-Hochburg Falludscha verschärft sich das Flüchtlingsdrama in der Region. In den vergangenen drei Tagen seien laut Schätzungen rund 30 000 Menschen aus der umkämpften Stadt geflohen, erklärte die Hilfsorganisation Norwegian Refugee Council (NRC) am Sonntag. Die Gesamtzahl der Flüchtlinge habe sich damit auf rund 62 000 verdoppelt. "Die Lage in den Camps gerät außer Kontrolle", sagte NRC-Sprecher Karl Schembri. Irakische Regierungskräfte waren am Freitag rund vier Wochen nach Beginn der Offensive gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in das Zentrum Falludschas vorgedrungen. Iraks Regierungschef Haidar al-Abadi erklärte die Stadt danach für befreit. Die Kämpfe gehen jedoch weiter. In mehreren Viertel im Norden Falludschas gebe es noch "Terrornester", hieß es aus Sicherheitskreisen.

Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.