Hilfstransporte der Vereinten Nationen können aber noch nicht in Krisengebiete
Waffenruhe in Syrien hält offenbar

Ein Hauch von Normalität in Qamischli im Nordosten Syriens: Ein Mann radelt mit drei Mädchen durch die Stadt. Bild: AFP

Damaskus. Die neue Waffenruhe im Bürgerkriegsland Syrien hat am ersten Tag weitgehend gehalten. Abgesehen von einzelnen Gefechten war die Situation nach Angaben von Beobachtern und Aktivisten am Dienstag landesweit ruhig. Die von Russland und den USA ausgehandelte Feuerpause war am Montagabend in Kraft getreten. Die Vereinten Nationen konnten aus Sicherheitsgründen jedoch noch keine Hilfslieferungen in die Krisengebiete des Landes schicken.

Nachdem es in den ersten Stunden am Montagabend noch einige Verletzungen der Waffenruhe gegeben hatte, sei es nach Mitternacht fast überall ruhig geblieben, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Gegen Mittag habe man einen Bruch der Waffenruhe im Süden der umkämpften Großstadt Aleppo verzeichnet. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Die Menschenrechtsbeobachter, die in Großbritannien sitzen und Informationen aus einem dichten Informanten-Netz in Syrien beziehen, bewerteten die Lage als "guten Beginn der Waffenruhe".

Außenminister Frank-Walter Steinmeier äußerte sich zurückhaltend. "Es ist jetzt noch nicht der Zeitpunkt, um irgendwelche belastbaren Prognosen zu machen", sagte er bei einem Besuch in Lettland. "Ob das trägt, müssen wir sehen." (Seite 4)
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