Hinrichtungen in Saudi-Arabien

Menschenrechtsverstöße sind in Saudi-Arabien noch immer an der Tagesordnung. Dazu gehören unmenschliche Strafen wie das Auspeitschen oder die Todesstrafe. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International berichtet, dass es im Jahr 2013 mindestens 79 Hinrichtungen gab. Vergangenes Jahr sollen es mindestens 87 gewesen sein, in diesem Jahr bereits elf.

Erst am 12. Januar ist eine Frau aus Birma in Mekka geköpft worden. Ihr war vorgeworfen worden, die Tochter ihres Mannes missbraucht und getötet zu haben. Die Frau bestritt das. Noch auf dem Hinrichtungsplatz schrie sie: "Ich habe nicht getötet. Ich bin unschuldig." Bekannt wurde die Hinrichtung, weil ein Zuschauer ein Video auf Youtube veröffentlichte. Dadurch wurde auch publik, dass der Scharfricher dreimal mit dem Säbel auf sein Opfer einschlug, ehe dieses tot war. Der Zuschauer wurde inzwischen verhaftet, ihm drohen bei einer Verurteilung Peitschenhiebe.

Neben der Hinrichtung mit dem Schwert werden Verurteilte in Saudi-Arabien auch erschossen oder zu Tode gesteinigt. (paa)
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