Hoffnung auf politische Lösung der Ukraine-Krise - Petersburger Dialog verschoben
Russen auf dem Rückmarsch

Ein russischer Teilabzug aus dem Grenzgebiet zur Ukraine nährt die Hoffnung auf eine politische Lösung der Krise. Die ukrainische Führung bestätigte, dass Russland wie angekündigt Soldaten aus der Region abziehe. Die Regierung habe Hinweise auf Truppenbewegungen, sagte Andrej Lyssenko vom Sicherheitsrat in Kiew am Montag. Kremlchef Wladimir Putin hatte zuvor den Abzug von etwa 17 600 Soldaten aus dem Grenzgebiet zur Ukraine befohlen. Offiziell befanden sie sich dort in einem Manöver. Der Westen, der die Stationierung stets scharf kritisiert hatte, begrüßte Putins Entscheidung als Zeichen der Entspannung. Die prorussischen Separatisten signalisierten Kompromissbereitschaft. Die Aufständischen würden einem möglichen deutsch-französischen Beobachtereinsatz in der Ostukraine grundsätzlich zustimmen, sagte einer der Anführer, Andrej Purgin, in Donezk. Die militanten Gruppen erlaubten zudem ukrainischen Helfern den Zugang zum Trümmerfeld des malaysischen Flugzeugs MH17, das im Juli in der Ostukraine abgestürzt war. Australiens Regierungschef Tony Abbott kündigte an, Putin beim Gipfel der G20-Staaten im November wegen des Absturzes zur Rede zu stellen. Unterdessen ist der für Ende Oktober in Sotschi geplante Petersburger Dialog zwischen Deutschland und Russland abgesagt worden. Das Treffen werde auf einen späteren Termin verschoben, teilte der Vorsitzende Lothar de Maizière mit.
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