"Ich komme als Regierungschef jetzt öfter."
Zitate

Bodo Ramelow nach seiner Wahl zum Ministerpräsidenten

"Ich finde es ermutigend, dass jemand so spricht, der Regierungschef wird."

SED-Opfer Andreas Möller zur Entschuldigung Ramelows bei den Opfern des DDR-Unrechts

"Wir sind diese Rolle nicht gewöhnt und müssen uns darauf einstellen."

Mike Mohring, CDU-Fraktionschef im Thüringer Landtag, zur neuen Rolle als Opposition

"Heute ist einfach ein großer, ein schöner Tag auch in meinem Leben, das muss ich sagen. Dass ich das noch erlebe."

Gregor Gysi, Linke-Fraktionschef im Bundestag

"Das ist ein Tag der Schande für das wiedervereinigte Deutschland."

Andreas Scheuer, CSU-Generalsekretär

"Ein westdeutscher Gewerkschafter, der in Ostdeutschland Ministerpräsident wird - das ist auch ein Ergebnis der friedlichen Revolution."

Katrin Göring-Eckardt, Bundestags-Fraktionschefin der Grünen

Ramelows Rede

Bei seinem ersten Auftritt als Ministerpräsident im Landtag hat Bodo Ramelow die Opfer des SED-Regimes um Entschuldigung gebeten und zugleich einen respektvollen Umgang unter politischen Kontrahenten angemahnt. Auszüge aus der Rede:

"Als jüngerer Mensch habe ich über einen Satz von Bundespräsident Johannes Rau immer ein bisschen gelächelt. Heute weiß ich, dass dieser Satz viel bedeutsamer ist, wie ich ihn damals wahrgenommen habe. Sein Leitmotiv hieß 'versöhnen statt spalten', und ich glaube, daran wird sich die neue Landesregierung messen lassen müssen und daran werde ich auch mich persönlich messen lassen müssen. "

"Auf der Tribüne hat ein von mir sehr wichtiger, väterlicher Freund Platz genommen, und den spreche ich an: Lieber Andreas Möller, die Partei, der ich beigetreten bin, hat in ihrer Quellpartei eine Partei, in deren Namen du im Gefängnis gesessen hast. ...

Und ich kann nur sagen, lieber Andreas Möller: Dir und allen deinen Kameraden kann ich nur die Bitte um Entschuldigung übermitteln und kann sagen, die Landesregierung und unsere drei Parteien haben sich deswegen so intensiv mit dem Thema Aufarbeitung und DDR-Unrecht beschäftigt und einiges in den Koalitionsvertrag hineingeschrieben, was wir angehen wollen. Mit denen, die mit uns gemeinsam diesen Weg gehen wollen." (dpa)
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