Im ersten Halbjahr weniger Asylsuchende
Leichter Rückgang

Berlin. Angesichts einer deutlich sinkenden Anzahl von neuen Asylsuchenden sieht sich die Regierung in ihrer Flüchtlingspolitik bestätigt. "Wir sehen daran, dass die Maßnahmen auf deutscher und europäischer Ebene greifen", sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Freitag in Berlin. Von Anfang Januar bis Ende Juni registrierten die Behörden 222 264 Neuankömmlinge. Im gesamten vergangenen Jahr waren es 1,1 Millionen gewesen. Allein im November, dem Höhepunkt der Flüchtlingsbewegung, wurden mehr als 200 000 Flüchtlinge gezählt. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 sanken die Zahlen ebenfalls, allerdings nur leicht. Damals waren nach Angaben des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge etwa 227 000 Asylsuchende neu erfasst worden. Als Gründe für den Rückgang nannte de Maizière die Schließung der sogenannten Balkanroute sowie die Vereinbarungen zwischen der EU und der Türkei. Im Januar wurden von dem bundesweiten Erfassungssystem noch mehr als 91 000 Neuankömmlinge gezählt. Im Juni waren es rund 16 300. Die größte Gruppe der neu registrierten Asylsuchenden - fast 75 000 - kam auch im ersten Halbjahr aus Syrien. Nach Angaben des Innenministers verließen bis Ende Mai etwa 25 000 Flüchtlinge Deutschland freiwillig. Zudem habe es 12 000 Abschiebungen gegeben.

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