In Brüssel „symbolische Flüge“
Flugzeuge heben wieder ab

Brüssel. Knapp zwei Wochen nach den verheerenden Terroranschlägen ist erstmals wieder eine Passagiermaschine vom Brüsseler Flughafen gestartet. Der bei Selbstmordattentaten beschädigte Airport wurde am Sonntag massiv von Sicherheitskräften geschützt. Sie kontrollierten Passagiere bereits vor Betreten des Terminals. Die neuen Außenkontrollen hatten die Gewerkschaften der Flughafenpolizei durchgesetzt. Auch das Flughafen-Personal soll schärfer kontrolliert werden als zuvor. Der erste Flug startete nach Faro in Portugal, auf dem stark eingeschränkten Flugplan standen auch Verbindungen nach Athen und Turin. Die Flughafen-Direktion sprach von "drei symbolischen Flügen". Bis Ende der Woche soll der Airport etwa ein Fünftel seiner normalen Kapazität erreichen, hatte Flughafenchef Arnaud Feist gesagt. Der Flughafen kann zurzeit nicht mit Bus und Bahn erreicht werden. Erlaubt sind nur Autos und Taxis. Da die Check-In-Halle schwer beschädigt wurde, werden nun provisorische Einrichtungen für Reisende genutzt. Die Terroranschläge führen in der belgischen Hauptstadt weiter zu erheblichen Spannungen. Der Ministerpräsident der Hauptstadtregion Brüssel, Rudi Vervoort, verbot Demonstrationen. Anlass war die Absicht einer rechtsextremen französischen Gruppe gewesen, in Molenbeek zu demonstrieren.

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