In China neuer Persönlichkeitskult um Xi Jinping
„Kern der Partei“

Peking. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping ist der neue "starke Mann" Chinas. Zum Abschluss des wichtigsten Parteitreffens in diesem Jahr stellte das Zentralkomitee der Partei den Präsidenten auf eine Stufe mit dem Staatsgründer Mao Tsetung und dem marktwirtschaftlichen Reformarchitekten Deng Xiaoping: Die 88 Millionen Mitglieder sollten sich "eng hinter das Zentralkomitee mit dem Genossen Xi Jinping als dem Kern" scharen, hieß es am Donnerstag in dem Abschlusskommuniqué.

Mit der Aufwertung zum "Kern der Partei" geht Xi Jinping gestärkt in die Vorbereitungen für den Personalwechsel auf dem nur alle fünf Jahre stattfindenden Parteitag 2017 und seine folgende zweite fünfjährige Amtszeit. "Es festigt seine Autorität", sagte der Professor der Pekinger Tsinghua-Universität, Wu Qiang. Indem das Zentralkomitee wieder eine Führungsperson zum "Kern der Partei" erhebt, verabschiedet es sich etwas von dem "kollektiven Führungsstil", mit dem kein einzelner Politiker zu stark werden sollte. Das Kommuniqué unterstrich zwar die Bedeutung der "kollektiven Führung", will diese aber jetzt mit "individueller Verantwortung" kombinieren.
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