In Ukraine Anschlag auf Autos - Depardieu unerwünscht
OSZE in der Schusslinie

Bei einem Brandanschlag auf OSZE-Fahrzeuge in der ostukrainischen Separatistenhochburg Donezk haben Unbekannte vier gepanzerte Wagen zerstört. Trotz des Zwischenfalls blieben die OSZE-Beobachter in der Region, teilte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa am Sonntag mit. Die Separatisten in Donezk distanzieren sich vom Anschlag. Die Tat sei vermutlich von Provokateuren verübt worden. Zuletzt hatten Demonstranten in Donezk der OSZE "Einseitigkeit" vorgeworfen. Zu dem Angriff auf den Fuhrpark kam es in der Nacht. Die OSZE überwacht die Lage in dem Kriegsgebiet mit mehr als 500 Mitarbeitern. Regierungseinheiten und prorussische Aufständische berichteten unterdessen erneut von Toten bei Gefechten.

Die prowestliche Regierung in Kiew stufte unterdessen 14 ausländische Künstler als Gefahr für die nationale Sicherheit ein, darunter den französischen Schauspieler und Wahl-Russen Gérard Depardieu. Für ihn gilt bereits ein Einreiseverbot. Ebenfalls auf der Liste stehe etwa der in Donezk geborene Duma-Abgeordnete und Sänger Iosif Kobson, der als Unterstützer der Separatisten gilt, teilte das Kulturministerium in Kiew mit. Depardieu, der auch einen russischen Pass hat, war bereits mit einem Einreiseverbot belegt worden.
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