Institut der Deutschen Wirtschaft rechnet Kosten der Flüchtlingskrise hoch
Knapp 50 Milliarden Euro bis Ende 2017

Düsseldorf/München. (epd/dpa) Die Flüchtlingskrise könnte Deutschland einer Studie zufolge bis Ende 2017 knapp 50 Milliarden Euro kosten. Auf diese Summe bezifferte das Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) die Kosten für die Unterbringung, Verpflegung sowie für Integrations- und Sprachkurse für Flüchtlinge. Heuer fallen demnach für Unterbringung und Verpflegung von rund 1,5 Millionen Asylbewerbern 17 Milliarden Euro an. Hinzu kämen weitere 5 Milliarden Euro für Sprach- und Integrationskurse. Im kommenden Jahr erhöhten sich die Unterbringungskosten auf 22,6 Milliarden Euro, da die Zahl der Migranten auf 2,2 Millionen steigen könnte. Zusammen mit den Integrationskosten fielen 27,6 Milliarden Euro im Wahljahr 2017 an. Sollten sich diese Prognosen bewahrheiten, müsste Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) voraussichtlich spätestens 2017 neue Kredite aufnehmen. Nach neuesten Zahlen sind im Januar rund 63 800 Flüchtlinge und Migranten nach Bayern gekommen. Die Fachleute in den Behörden rechnen damit, dass die Flüchtlingszahlen erneut steigen werden, sobald sich das Mittelmeer im Frühjahr beruhigt. Laut Vereinten Nationen sind allein im Januar mehr als 340 Menschen im Mittelmeer ums Leben gekommen.

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