Investition von elf Millionen Euro in die Wirtschaftsschule
Die nächsten vier Jahre Baustelle

Erst der Spatenstich, dann die richtige Arbeit: Auf dem ehemaligen Bürgerspitalgelände wird zunächst Platz für 30 unterirdische Stellplätze geschaffen. Es folgt der Rohbau der Wirtschaftsschulen-Erweiterung, die inklusive Generalsanierung und Quartiersgarage elf Millionen Euro kostet. Auf dem Bild von links: Stadtrat Dieter Amann, Planer Robert Fischer, OB Michael Cerny, Schulleiterin Brigitte Conchedda, Bauunternehmer Stefan Rubenbauer, Ex-Bürgermeister Rudolf Maier, Hochbauamtsleiter Hans-Georg Wiegel und
Amberg. (tk) Die energetische Sanierung hat die Städtische Wirtschaftsschule Friedrich Arnold in Form von neuen Fenstern und einer zusätzlichen Dämmung hinter sich. Das war vor vier Jahren. In den nächsten vier Jahren dagegen werden die Bahnhofstraße und der Spitalgraben ihr Gesicht deutlich verändern und zu einer Dauerbaustelle: Am Dienstag war Spatenstich für die Generalsanierung, den Erweiterungsbau und die ersten 30 Stellplätze der unterirdischen Quartiersgarage. Rund elf Millionen Euro wird die Stadt laut Oberbürgermeister Michael Cerny bis zur anvisierten Fertigstellung im Frühjahr 2019 dafür ausgeben,

Insgesamt vier Jahre hat es laut OB gedauert, bis die im Stadtrat teils heftig diskutierten Planungen umgesetzt werden können. Zunächst war nach dem ersten Förderantrag (2011) im September 2012 davon die Rede, etwas mehr als acht Millionen Euro in die Erweiterung und die Sanierung der Schule stecken zu wollen. Wegen des Abrisses des benachbarten Bürgerspitals wurde das Vorhaben verschoben, bevor die Frage auftauchte, ob die Friedrich-Arnold-Lehrer eine eigene Tiefgarage benötigen. Der Bauausschuss war dafür, die Kosten wurden zwischenzeitlich mit gut 9,2 Millionen Euro angegeben.

Für elf Millionen Euro

Jetzt sind es elf Millionen Euro, weil quasi im Keller des Neubaus 30 unterirdische Stellplätze entstehen. Nicht für das Schulpersonal, sondern als erster Bauabschnitt der Tiefgarage, die Anwohnern und Innenstadt-Bediensteten vorbehalten ist. Das endgültige Okay gab der Stadtrat im Oktober 2014, die Baugenehmigung liegt seit März vor. Gestern ging es in den Reden vor dem Spatenstich weniger um den Startschuss für die erste neue Bebauung des ehemaligen Bürgerspitalgeländes und nur indirekt um die Aufwertung des direkten Forum-Umfeldes. Planer Robert Fischer von der Dömges Architekten AG aus Regensburg, der vor vier Jahren die ersten Pläne für eine neue Tiefgarage an der Bahnhofstraße im Stadtrat vorgestellt hatte, sagte: "Ich wünsche den Ambergern, dass das Areal schnell und ihren Erwartungen entsprechend entwickelt wird."

Oberbürgermeister Michael Cerny hatte zuvor verdeutlicht, dass die Investition von elf Millionen Euro auch ein Bekenntnis zum Standort der Schule ist, die theoretisch auch auf der grünen Wiese hätte neu gebaut werden können: "Es ist gut, wenn junge Leute in der Innenstadt sind. Sie sind ein Frequenzbringer."

Unter den Augen der teils neugierig aus den Fenstern ihrer Klassenzimmer schauenden Jugendlichen drehte sich dann doch alles wieder um die Zukunft der Schule. "Ich freue mich auch, dass es endlich losgeht", strahlte Leiterin Brigitte Conchedda mit der Sonne um die Wette. Durch den Neubau erhalten die 480 Schüler erstmals eine Aula, die auch noch im Herzen der Innenstadt liegt, zusätzliche Zimmer (EDV, Mehrzweckraum) und Platz für die in dieser Schulform elementar wichtigen Übungsfirmen.

1100 Quadratmeter mehr

Dort, wo einst der sogenannte Reichert-Bau stand, wird das moderne Gebäude in die Höhe gezogen. Ersatz-Neubau heißt das im Jargon. Von dort aus wird eine Verbindung zum Klinkerstein-Altbau von 1870 geschaffen, an den künftig auch eine Mensa mit Küche grenzen wird. Zudem zieht die Verwaltung komplett in den Neubau um, der die Schule um 1100 auf dann 3000 Quadratmeter Grundnutzfläche wachsen lässt und den Jugendlichen laut Schulleiterin Conchedda optimale Bedingungen bieten wird.
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