Iren strafen Regierungskoalition ab
Erdrutsch in Dublin

Der irische Premierminister Enda Kenny. Archivbild: dpa
Politik DE/WELT
Deutschland und die Welt
29.02.2016
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Dublin. Der irische Ministerpräsident Enda Kenny und seine Mitte-Links-Koalition haben bei der Parlamentswahl eine schwere Schlappe erlitten. Trotz verlorener Mehrheit machte Kenny aber klar, dass er weiterregieren wolle. Kommentatoren in Dublin sprachen von einer Protestwahl gegen den Sparkurs der Regierung, die das Land seit 2011 aus der Finanz- und Wirtschaftskrise geführt hatte. Irische Medien gingen von langwierigen Koalitionsgesprächen aus - auch eine Große Koalition der beiden verfeindeten gemäßigt-konservativen Parteien, Neuwahlen oder eine Minderheitsregierung werden nicht mehr ausgeschlossen.

Kennys Partei Fine Gail stürzte nach einer ersten Auszählung aller 40 Wahlkreise um 10,6 Prozentpunkte auf rund 25,5 Prozent ab. Noch schlimmer erwischte es den Koalitionspartner Labour, der zwei Drittel verlor und lediglich auf 6,6 Prozent kam (minus 12,8 Prozentpunkte). Kräftig zugelegt hat dagegen die größte Oppositionspartei Fianna Fáil, die auf 24,3 Prozent kam. Auch die linke Sinn Fein, die früher als politischer Arm der paramilitärischen IRA galt, verbuchte Gewinne und erreichte 13,8 Prozent der Stimmen.
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