IS erhöht Druck auf umkämpfte Kurden-Stadt

(dpa/epd) Trotz schwerer Verluste und neuer Luftschläge der von den USA geführten Koalition verstärkt die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ihre Angriffe auf die nordsyrische Stadt Kobane. Die Dschihadisten hätten Verstärkung aus ihren Hochburgen in Al-Rakka und Deir as-Saur im Kampf um Kobane hinzugezogen, berichtete die PKK-nahe Agentur Firat am Sonntag unter Berufung auf Angaben der kurdischen Einheiten, die die Stadt verteidigen.

Der IS versucht unterdessen laut Zeitungsinformationen, Terrorkommandos als Flüchtlinge getarnt nach Europa zu schleusen. Aus je vier Terroristen bestehende Gruppen sollten die syrisch-türkische Grenze überqueren und mit Hilfe gefälschter Pässe weiter nach Westeuropa reisen, auch nach Deutschland. Dort sollten sie Anschläge verüben, schreibt die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf Sicherheitskreise.

Die Bundesregierung prüft eine Ausweitung des Engagements gegen die Miliz im Nordirak. Möglicherweise solle in Erbil unter deutscher Verantwortung ein militärisches Ausbildungszentrum für die kurdischen Peschmerga-Soldaten aufgebaut werden, sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums am Samstag. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) habe am Vortag die Obleute des Verteidigungsausschusses unterrichtet. (Seite 8)
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