IWF und andere Organisationen sehen weiteren Reformbedarf - Ebola als Mahnung
Europäer sollen auf Kurs bleiben

Die führenden internationalen Finanz- und Wirtschaftsorganisationen haben die Euro-Länder zu mehr Reform- und Wachstumsanstrengungen aufgefordert. Nach einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel am Mittwoch in Berlin lobten die Spitzen von IWF, Weltbank, OECD sowie von Welthandelsorganisation und Internationaler Arbeitsorganisation zwar die Bemühungen "vieler" Euro-Länder, Produktivität und Beschäftigung zu erhöhen und die Haushaltslage zu verbessern. Dennoch seien Anstrengungen nötig - vor allem im Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit, für Strukturreformen sowie zur "wachstumsfreundlichen" Konsolidierung. "Die Stärkung der Wachstumsaussichten hat weiterhin hohe Priorität", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung Merkels und der Organisationen. "Die geopolitischen Risiken haben in verschiedenen Regionen der Welt zugenommen und stellen eine erhebliche Belastung für weltweite Wirtschaftsentwicklung dar", heißt es weiter. In einer Zeit unsicherer Wachstumsaussichten müssten die Anstrengungen für ambitionierte Reformen verstärkt werden. In der Erklärung wird zudem kritisiert, der Ausbruch der Ebola-Epidemie in Afrika habe deutlich gezeigt, dass die Weltgemeinschaft nicht über ein angemessenes internationales Krisenmanagement verfüge. Weltbank-Präsident Jim Yong Kim betonte, eine Pandemie sei auch in Europa irgendwann wahrscheinlich. "Wir müssen und wir können etwas tun", fügte er hinzu.
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