Jemen: Bund prüft Evakuierungs-Einsatz
Kurz notiert

Berlin.(dpa) Die Bundesregierung erwägt, rund 90 Deutsche aus dem Bürgerkriegsland Jemen auszufliegen. Das Auswärtige Amt wolle sie mit zivilen Flugzeugen in Sicherheit bringen, meldet die "Süddeutsche Zeitung" (Mittwochsausgabe). Da die Lage aber immer bedrohlicher werde, prüfe die Regierung als letztes Mittel auch eine Evakuierung durch die Bundeswehr. Vom Auswärtigen Amt war am Dienstag keine Stellungnahme zu erhalten.

400 Flüchtlinge ertrunken

Rom.(dpa) Nach einem Schiffsunglück vor der libyschen Küste befürchtet eine Hilfsorganisation, dass etwa 400 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken sind. Dies gehe aus Schilderungen von Überlebenden hervor, die in der süditalienischen Stadt Reggio Calabria angekommen seien, erklärte die Organisation Save the Children am Dienstag. Unter den Opfern seien vermutlich auch Kinder. Die italienische Küstenwache hatte am Montag 144 Flüchtlinge von einem Boot gerettet, das vor der Küste Libyens gekentert war. Neun Leichen konnten geborgen werden. Eine große Rettungsaktion wurde eingeleitet, aber weitere Vermisste nicht gefunden. Es wäre eine der schlimmsten Flüchtlingskatastrophen im Mittelmeer, seit im Oktober 2013 mehr als 360 Menschen vor der italienischen Insel Lampedusa ertranken.

Niederlande: Recht auf Arbeit daheim

Den Haag.(dpa) Niederländische Arbeitnehmer dürfen künftig einen Teil ihrer Arbeitszeit auch zu Hause arbeiten. Die Erste Kammer des Parlaments verabschiedete am Dienstag in Den Haag einen entsprechenden Gesetzesvorschlag. Die Zweite Kammer hatte dem bereits im vergangenen Oktober zugestimmt. Damit wird das Recht auf flexible Arbeitszeiten gesetzlich verankert. Künftig dürfen es Arbeitgeber nur noch aus schwerwiegenden betrieblichen Gründen ablehnen, wenn ein Mitarbeiter seine Arbeitszeit flexibel einteilen und einen Teil zu Hause arbeiten möchte.

Lange Haftstrafen für vier Ex-Söldner

Washington.(dpa) Fast acht Jahre nach dem Tod 14 irakischer Zivilisten in Bagdad hat ein US-Bundesgericht vier Ex-Söldner der amerikanischen Sicherheitsfirma Blackwater zu langen Haftstrafen verurteilt. Einer der Männer erhielt wegen Mordes lebenslänglich, die drei anderen je 30 Jahre Haft wegen Totschlags. Das Verbrechen hatte 2007 weltweite Empörung ausgelöst.
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