Jetzt greift die Polizei durch
Kundgebung in Köln aufgelöst

Auch Wasserwerfer und Tränengas setzte die Polizei am Samstag gegen die islamfeindliche Pegida-Bewegung NRW und die rechtsextreme Partei Pro Köln ein. 1700 Beamte waren im Einsatz. Die Polizei griff durch und löste die Demonstration kurzerhand auf. Bild: dpa

Köln. Mit einem Großaufgebot hat die Kölner Polizei am Samstag eine Kundgebung von Hooligans und Rechtsextremisten aufgelöst. Die Beamten seien aus der Menge der rund 1700 Demonstranten immer wieder mit Flaschen, Knallkörpern und Steinen beworfen worden, sagte eine Polizeisprecherin. Die Polizei setzte schließlich Wasserwerfer und Reizgas ein und nahm 15 Personen vorübergehend in Gewahrsam. Bei den Auseinandersetzungen seien mehrere Polizisten und ein Journalist verletzt worden.

Ganz in der Nähe protestierten gleichzeitig mehr als 1300 Menschen überwiegend friedlich gegen Rassismus und Sexismus. Hintergrund beider Demonstrationen waren die massiven Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht in der Domstadt. Die nach dem Silvester-Mob schwer in die Kritik geratene Kölner Polizei hatte rund 1700 Beamte ein Einsatz. Zudem waren nach Angaben einer Sprecherin mehrere Hundertschaften der Bundespolizei vor Ort.

Nach den Angriffen auf Frauen in der Silvesternacht stieg die Zahl der Strafanzeigen am Wochenende noch einmal sprunghaft an. Inzwischen seien es 516, teilte die Kölner Polizei am Sonntag mit. In etwa 40 Prozent der Fälle werde auch wegen Sexualstraftaten ermittelt. Am Samstag war die Gesamtzahl mit 379 angegeben worden. In Hamburg ist die Zahl der Strafanzeigen nach sexuellen Attacken in der Silvesternacht auf 133 gestiegen. Am Freitag hatte die Zahl bei 108 gelegen. (Seite 2 und 8)
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