Jubel bei der nationalkonservativen Opposition in Polen: Kandidat Duda vorn
Präsident muss in Stichwahl

Andrzej Duda gab in Krakau seine Stimme ab. Bild: dpa
Nach den Präsidentenwahlen in Polen liegt nach ersten Prognosen vom Sonntagabend der nationalkonservative Kandidat Andrzej Duda vorn. Für ihn stimmten am Sonntag 34,8 Prozent der Wahlbeteiligten, für Amtsinhaber Bronislaw Komorowski 32,2 Prozent. Damit ist in zwei Wochen eine Stichwahl fällig. Beim Wahlkampfstab der nationalkonservativen Oppositionspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS), die Duda unterstützte, herrschte Jubelstimmung. Auch wenn Duda die absolute Mehrheit verfehlt hatte, gab das gute Abschneiden Hoffnung für einen Sieg bei der Stichwahl am 24. Mai, zumal in Umfragen vor der Wahl Komorowski stets deutlich in Führung gelegen hatte. "Der Wandel in Polen fängt mit dem Wandel im Präsidentenamt an", rief er seinen jubelnden Anhängern zu. Duda kann nun nicht nur auf eine Mobilisierung der eigenen Wählerschaft hoffen, sondern dürfte auch auf Unterstützung einiger der ausgeschiedenen Kandidaten hoffen: Ausdrücklich dankte er dem Drittplatzierten Pawel Kukiz, der 20 Prozent der Wählerstimmen erhielt. Komorowski sah in den ersten Prognosen eine deutliche Warnung an das Regierungslager. Komorowski war von der liberalkonservativen Regierungspartei Bürgerplattform (PO) unterstützt worden. "Auf uns wartet schwere Arbeit, ein harter Kampf und, da bin ich mir sicher, auch der Sieg", zeigte er sich am Wahlabend kampfeslustig.
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