Justizminister beugt sich Druck von Fachleuten
Nacktfoto-Gesetz entschärft

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat die Gesetzespläne gegen Kinderpornografie und sexuellen Missbrauch in Teilen entschärft und sich so eine Mehrheit im Parlament gesichert. Der Rechtsausschuss des Bundestages stimmte dem geänderten Entwurf am Mittwoch zu. Morgen soll das Parlament das Vorhaben beschließen. Wer unerlaubt Nacktfotos von Jungen und Mädchen macht und verbreitet, soll in Zukunft eher mit Strafen rechnen als bislang.

Der Minister hatte zunächst geplant, das unbefugte Ablichten von nackten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen generell unter Strafe zu stellen. Fachleute und Rechtspolitiker hatten jedoch kritisiert, dies gehe zu weit und kriminalisiere auch unverfängliche Handlungen. Maas steuerte schließlich nach: Künftig soll sich nun strafbar machen, wer Kinder und Jugendliche nackt ablichtet - mit dem Ziel, die Aufnahmen zu verkaufen oder in Tauschbörsen einzustellen.
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