Kabinett verbessert Schutz für Opfer von Verbrechen
Mehr Infos, mehr Betreuung

Wer Opfer eines Verbrechens wird, soll im Strafverfahren künftig besser informiert, geschützt und betreut werden. Eine entsprechende Reform der Strafprozessordnung hat das Bundeskabinett am Mittwoch beschlossen.

"Das Strafverfahren darf nicht dazu führen, dass Kriminalitätsopfer erneut traumatisiert werden", sagte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD). Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Kindern und Jugendlichen, die Opfer von schweren Gewaltverbrechen oder Sexualstraftaten geworden sind, immer eine kostenlose psychosoziale Betreuung erhalten. Bei erwachsenen Opfern kann das ebenfalls geschehen, allerdings bedarf es dafür einer Aufforderung des Gerichts. Das Gericht soll zudem prüfen, in welchen Fällen auf "nicht unerlässliche Fragen zum persönlichen Lebensbereich" des Zeugen verzichtet werden kann. Wer Anzeige erstattet, soll künftig mehr Informationen über das Verfahren erhalten.
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