Kämpfe nach Umsturz in Burundi
Kurz notiert

Bujumbura.(dpa) Einen Tag nach der Machtübernahme durch das Militär im ostafrikanischen Burundi ist es am Donnerstag in der Hauptstadt Bujumbura zu schweren Kämpfen gekommen. Augenzeugen berichteten von Explosionen und Feuergefechten zwischen Anhängern des Putschisten Godefroid Niyombare und Getreuen von Präsident Pierre Nkurunziza. In Burundi gab es seit Ende April Massenproteste, weil Nkurunziza entgegen der Verfassung bei der Präsidentenwahl Ende Juni für eine dritte Amtszeit kandidieren wollte. Niyombare hatte am Mittwoch im Radio erklärt, die Armee habe die Kontrolle über das Land. Der Präsident hielt sich zu einem Krisengipfel im Nachbarland Tansania auf.

Nato-Soldaten nach 2016 in Afghanistan

Belek/Kabul.(dpa) Die Nato bereitet sich auf eine weitere Verlängerung ihres bereits seit 14 Jahren andauernden Einsatzes in Afghanistan vor. Bei einem Treffen im türkischen Badeort Belek bei Antalya einigten sich die Außenminister der Mitgliedstaaten am Mittwoch, ihre militärische Präsenz in dem Krisenland auch nach dem Ende der aktuellen "Resolute Support"-Mission aufrechtzuerhalten. Dann sollen allerdings zivile Kräfte die Führung des Einsatzes übernehmen. Bei einer Geiselnahme in einem Hotel in Kabul starben unterdessen laut Vereinten Nationen 14 Menschen. Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu dem Anschlag.

Kein Kompromiss in Mazedonien

Skopje.(dpa) Ein von den USA und der EU vermitteltes Treffen aller Spitzenpolitiker Mazedoniens hat keinen Kompromiss in der schweren innenpolitischen Krise gebracht. Am Vortag hatte das Parlament, das seit über einem Jahr von der Opposition boykottiert wird, die Innenministerin und den Transportminister entlassen.

Rot-Grün in Bremen knapp bestätigt

Bremen.(dpa) Die bisher in Bremen regierende rot-grüne Koalition ist trotz massiver Verluste bei der Bürgerschaftswahl am Sonntag knapp im Amt bestätigt worden. Das hat das am Mittwoch veröffentlichte vorläufige amtliche Endergebnis ergeben. SPD und Grüne könnten ihre vor acht Jahren begonnene Regierung fortsetzen und sich auf eine Mehrheit von 44 der 83 Sitze im Landesparlament stützen. Sie haben darüber aber noch nicht entschieden. Nach dem vorläufigen Endergebnis wurde die SPD mit 32,8 Prozent der Stimmen (- 5,8 Punkte) stärkste Kraft. Die Grünen holten 15,1 Prozent (- 7,4). Die CDU kam auf 22,4 Prozent (+ 2), die Linke auf 9,5 (+ 3,9), die FDP auf 6,6 (+ 4,2) und die AfD auf 5,5 Prozent.
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