Kampf gegen Steuersünder
Nordrhein-Westfalen gibt Kontodaten an 19 Staaten

Düsseldorf. Im Kampf gegen Steuerhinterziehung hat Nordrhein-Westfalen 19 europäischen Ländern mehr als 100 000 verdächtige Kontodaten zur Verfügung gestellt. Die Informationen, die der NRW-Steuerfahndung teils anonym zugespielt worden waren, betreffen Konten bei einer Bank in Luxemburg und in der Schweiz. Das sagte NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) am Freitag in Düsseldorf. Zudem bekommen die europäischen Steuerbehörden nun Zugriff auf brisante Vertriebsinformationen einer Großbank.

Diese könnten dem Minister zufolge auf Beihilfe zur Steuerhinterziehung unter Beteiligung mehrerer Finanzinstitute hindeuten. Steuerbetrügern müsse klar sein, dass Verstecke für ihr Schwarzgeld auffliegen, betonte er. Auf der betreffenden Festplatte finden sich fast 160 000 verdächtige Konto-Informationen bei einer Bank in Luxemburg. Bei mehr als 54 000 Fällen geht es um Anleger aus Deutschland. Die anderen Fälle betreffen Kunden aus den Niederlanden, Italien, Spanien, Griechenland, Belgien und Frankreich.
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