Kampf um Aleppo
Rebellen rücken gegen belagerte syrische Stadt vor

Regierungstruppen patrouillieren in den von Trümmern übersäten Straßen von Aleppo. Bild: dpa

Damaskus. Nach Beginn einer Offensive zur Befreiung des belagerten Aleppo rücken radikalislamische Rebellen gegen Regimetruppen nahe der syrischen Stadt vor. Die Aufständischen wollen den Ring aus Einheiten von Machthaber Baschar al-Assad durchbrechen und eine neue Nachschubroute für die eingeschlossenen Rebellen im Ostteil der Stadt freikämpfen. Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtet von heftigen Gefechten im Südwesten der Stadt, wo die Islamisten Gebiete erobert hätten. Von dort aus ist der belagerte Teil Aleppos nur wenige Kilometer entfernt. In der Nachbarprovinz Idlib wurde unterdessen ein russischer Militärhubschrauber abgeschossen - drei Mann Besatzung und zwei andere russische Offiziere starben, wie das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilte. Der Helikopter soll auf dem Rückflug aus Aleppo gewesen sein.

Aleppo gilt als wichtigstes Schlachtfeld im syrischen Bürgerkrieg. Im Juli hatten Regime-Einheiten die letzte Versorgungsroute gekappt und bis zu 300 000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. Hilfsorganisationen befürchten eine humanitäre Katastrophe.

Das syrische Regime hatte am Donnerstag in Aleppo drei angeblich sichere Korridore geöffnet, durch die Zivilisten die Stadt verlassen können. Oppositionelle warnten die Einheimischen allerdings. Sie behaupteten, Flüchtlinge aus der Stadt würden von den Assad-Truppen umgebracht.
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