Kaninchenzüchter kritisieren Papst

Kaninchenzüchter haben Papst Franziskus für eine "Karnickel"-Äußerung kritisiert. Man dürfe nicht allen Kaninchen pauschal ein erhöhtes Sexualverhalten unterstellen, sagte Erwin Leowsky, der Präsident des Zentralverbandes Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter, am Dienstag. Die sexuellen Ausschweifungen träfen nur auf die freilebenden Tiere zu. Die Fortpflanzung bei Zuchtkaninchen verlaufe hingegen in geordneten Bahnen. "Er sollte vielleicht mal darüber nachdenken, solche Redensarten gehen zu lassen und dafür die Verhütung freigeben."

Franziskus hatte mit Bezug auf das Verbot von Verhütungsmitteln in der katholischen Kirche am Montag auf dem Rückflug von den Philippinen nach Rom betont, dass sich Katholiken nicht unkontrolliert fortpflanzen müssten. "Manche Menschen glauben - entschuldigen Sie den Ausdruck -, dass sich gute Katholiken wie Karnickel vermehren müssen", sagte der Papst.

Es gelte vielmehr das Prinzip der "verantwortungsbewussten Elternschaft", Eltern könnten die Zahl ihrer Kinder planen. Es gebe viele von der Kirche erlaubte Methoden, sagte der 78-Jährige. Drei Kinder pro Ehepaar seien ideal. Er nannte das Beispiel einer Frau, die nach sieben Kaiserschnitten das achte Mal schwanger war. Das sei unverantwortlich. "Will sie sieben Waisen zurücklassen?"
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