Kanzlerin zum sechsten Mal "mächtigste Frau der Welt"
Merkel vor Hillary Clinton

Jersey City/Washington. Bundeskanzlerin Angela Merkel ist das sechste Jahr in Folge von "Forbes" zur mächtigsten Frau der Welt gekürt worden. Das US-Wirtschaftsmagazin platzierte sie erneut vor der US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton, die wie im Vorjahr den zweiten Rang belegt. Die US-Notenbankchefin Janet Yellen und die Unternehmerin und Wohltäterin Melinda Gates folgen auf den Plätzen drei und vier.

Seit Merkel 2006 erstmals in die Liste des Magazins aufgenommen wurde, landete sie nur einmal, 2010, nicht auf dem ersten Platz. Sie habe existenzielle Herausforderungen für die EU gemeistert und die deutsche Wirtschaft durch die Rezession geführt, hieß es zur Begründung. Ihre wohl mutigste Tat sei aber die Aufnahme von mehr als einer Million Flüchtlingen aus muslimischen Ländern. In der "Forbes"-Liste der mächtigsten Menschen der Welt hatte die CDU-Politikerin im vergangenen Jahr den zweiten Platz belegt.

Clinton schreibt Geschichte


Die US-Demokratin Hillary Clinton steht unterdessen kurz davor, Geschichte zu schreiben. Bereits vor Öffnung der Wahllokale am letzten großen Vorwahltag im Präsidentschaftsrennen 2016 hatte sie nach Zählungen von Medien genügend Delegiertenstimmen für ihre Nominierung als Spitzenkandidatin zusammen. Bisher hat in den USA noch nie eine Frau eine der großen Parteien in die Präsidentenwahl geführt. Die offizielle Kandidatenkür findet auf einem Parteitag Ende Juli statt.

Es wurde erwartet, dass Clinton ihr Stimmen-Polster bei den Vorwahlen in sechs Bundesstaaten am Dienstag noch deutlich aufbessern kann. Allerdings rechnete sich auch ihr Rivale Bernie Sanders Gewinne aus. Er hat sich bisher geweigert aufzugeben, will aber nach eigenen Angaben nach dem Wahl-Dienstag über sein weiteres Vorgehen nachdenken.

Noch keine Sektkorken


Angesichts der noch offenen Vorwahlen und Sanders' Hartnäckigkeit ließ Clinton noch keine Champagnerkorken knallen. "Nachrichten zufolge stehen wir an der Schwelle eines historischen, historischen, noch nie da gewesenen Augenblicks", sagte die Ex-Außenministerin am Montagabend (Ortszeit) in Kalifornien, dem wichtigsten Vorwahl-Staat vom Dienstag. (Kommentar)
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