Kapitalflucht wegen Neuwahlen - Wahlkampf mit Schlagabtausch gestartet
Griechen räumen Sparkonten

Viele besorgte Griechen hoben im Dezember hohe Geldbeträge von ihren Konten ab. Bild: dpa
Knapp vier Wochen vor den vorgezogenen Parlamentswahlen wachsen die Sorgen vieler Griechen vor einer neuerlichen Zuspitzung der Wirtschafts- und Schuldenkrise. Aus Angst vor politischen und wirtschaftlichen Turbulenzen hoben Medienberichten zufolge im Dezember zahlreiche Sparer und Unternehmen insgesamt 2,5 Milliarden Euro von ihren Bankkonten ab. Einige Experten diskutieren wieder offen über einen möglichen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone.

Die derzeitige "Mini-Kapitalflucht" sei ungewöhnlich und lasse sich nur damit erklären, dass die Bürger sich große Sorgen angesichts der vorgezogenen Wahlen am 25. Januar machen, berichtete die konservative Athener Zeitung "Kathimerini".

Der Wahlkampf hat unterdessen mit einem heftigen Schlagabtausch zwischen den beiden Hauptkontrahenten begonnen. Das oppositionelle Bündnis der radikalen Linken (Syriza) und die regierende bürgerliche Partei Nea Dimokratia (ND) beschuldigten sich gegenseitig, das Land noch tiefer in die Krise zu führen. Die Neuwahl musste ausgerufen werden, nachdem der Kandidat der Regierung für das Präsidentenamt, Stavros Dimas (73), am Montag auch im dritten Anlauf nicht die erforderliche Mehrheit erhalten hatte.
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