Kardinäle beraten zwei Tage über Reform der Kurie
Papst bittet um Transparenz

Papst Franziskus hat die Kardinäle aus aller Welt dazu aufgerufen, bei der Reform der Kurie des Vatikans zu kooperieren und offen zu diskutieren. Ziel sei ein "konstruktiverer Dialog" und eine größere Einheit zwischen den verschiedenen Institutionen, sagte Franziskus am Donnerstag in Rom. "Absolute Transparenz" sei dazu nötig. Das Kardinalskollegium tagt noch bis heute im Vatikan hinter verschlossenen Türen. "Die Reform, die lebhaft von der Mehrheit der Kardinäle bei den Generalversammlungen vor dem Konklave gewünscht wurde, muss die Identität der römischen Kurie verbessern", sagte der Papst in seiner einleitenden Ansprache. Die Reform der teils veralteten Kurie hat sich der 78-Jährige seit seinem Amtsantritt vor zwei Jahren vorgenommen. Er stößt dabei jedoch auch auf Widerstände. Vor allem konservative Kräfte haben Probleme mit der offenen Art des Pontifex und fürchten um ihre Positionen. Vor Weihnachten hatte Franziskus der Verwaltung in einer aufsehenerregenden Rede "15 Krankheiten" bescheinigt, darunter "spirituellen Alzheimer" und "Terror des Geschwätzes".
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