Karikaturen: Gegenschlag aus Iran

Ein Kulturinstitut im Iran plant als Reaktion auf Mohammed-Karikaturen im Westen einen Karikaturenwettbewerb über den Holocaust. Das Kulturinstitut Sarcheshmeh in Teheran teilte mit, dies sei eine Erwiderung auf Mohammed-Zeichnungen in dem französischen Satiremagazin "Charlie Hebdo". Die Bundesregierung äußerte sich entsetzt über die Ankündigung. Der Wettbewerb zum Thema Holocaust werde "mit allergrößtem Unverständnis" zur Kenntnis genommen. "Wir sind zutiefst betroffen von den Versuchen, den Mord an sechs Millionen Juden zum Gegenstand von Spott und Lächerlichkeit zu machen", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes.

In Zusammenarbeit mit dem Haus der Karikatur in Teheran sollen die Zeichnungen bis Ende April eingereicht werden. Der Gewinner soll ein Preisgeld von umgerechnet 20 000 Euro erhalten. Die "besten" Werke sollen als Katalog veröffentlicht und in einem Museum in Teheran ausgestellt werden. Unklar war, ob es sich bei der Aktion um eine rein private Initiative handelt, oder ob der Staat beteiligt ist.
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