Kassen der deutschen Rüstungsindustrie klingeln
Waffenexport blüht

Die deutschen Rüstungsexporte ins Ausland nehmen trotz strenger Richtlinien wieder deutlich zu. Die Ausfuhrgenehmigungen der Bundesregierung stiegen im ersten Halbjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 59 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Ein Drittel der Summe entfällt auf den Export von vier Tankflugzeugen an den Nato-Partner Großbritannien. Das geht aus einem Exportbericht hervor, den Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) heute dem Kabinett vorlegen will.

Der Vizekanzler hatte sich zu Beginn seiner Amtszeit vor zwei Jahren vorgenommen, die Waffenexporte in sogenannte Drittländer außerhalb von EU und Nato zu bremsen. Im vergangenen Jahr ging der Wert der Einzelgenehmigungen von 5,84 Milliarden auf 3,97 Milliarden Euro zurück. Der Vorjahreswert wurde nun schon in den ersten sechs Monaten dieses Jahres fast wieder erreicht.

Allerdings schwankt die Exportstatistik wegen des großen Volumens einzelner Geschäfte stark. Der Anteil der Exporte in Drittländer lag im ersten Halbjahr mit 48,5 Prozent deutlich niedriger als im Vorjahreszeitraum mit 63,5 Prozent. "Rund ein Viertel des Wertes der Ausfuhrgenehmigungen in Drittländer ergibt sich aus einer Genehmigung für ein U-Boot nach Israel, das bereits 2003 zugesagt worden war", heißt es.
Weitere Beiträge zu den Themen: Politik (7296)Berlin (7520)Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.